Beschreibung
Kinder bzw. Jugendliche, die als Grenzfiguren im vermeintlich universellen politischen Raum menschlicher Organisationen auftreten, repräsentieren in Die Videokonferenz der Tiere, revisited Tiere. Als Figuren der Zukunft – gerade in reaktionären Politiken, die in ihrem Namen argumentieren – verkörpern sie zugleich das reale „Zukunftsversprechen“, das jedoch angesichts globaler Herausforderungen möglicherweise nicht mehr eingelöst werden kann. Da die Schüler*innen keine professionellen Schauspieler*innen sind, geht es hier nichtzuletzt auch um ein Ausloten von Performance.
Der Film ist eine 21-minütige Doku-Fiktion, die Erich Kästners Kinderbuch Die Konferenz der Tiere (1949) adaptiert und in der vom Anthropozän geprägte Gegenwart verortet. Das Projekt erstreckte sich über zwei Jahre und durchlief verschiedene Sperrfristen. Es folgte einem offenen dramaturgischen Ansatz, der spielerische Elemente sowie die Aneignung und Abstraktion von Raum einbezog. Der Prozess des Filmemaches wird als soziale Praxis manifestiert.
Stills








Credits
Mit Schüler*innen der Nymphenburger Schulen München und Personal der Zoologischen Staatssammlung München realisiert
Regie: Nathalie Koger
Kamera: Mathias Windelberg
Schnitt: Nathalie Koger
Sound: Fabio Schurischuster
Postproduktion: Nathalie Koger und Mathias Windelberg
Diese Arbeit wurde durch eine Förderung des Otto Mauer Fonds, der CINE ART des Landes Steiermarks, der Kulturabteilung der Stadt Wien und Bildrecht (AT) ermöglicht.
Screenings
FFI Edinburgh/London (GB), 2025
nominiert für das beste Bühnenbild und den Preis für die außergewöhnliche Schau der Künste
Akademie Graz (AT), 2024
Kunstraum Steiermark, viennacontemporary (AT), 2024
Kunstraum am Schauplatz, youngcuratorsclub (AT), 2024
AKKU, Künstlerbund Baden-Württemberg e.V. (DE), 2024
Als Work in Progress:
Hochschule der Künste Bern (CH), 2023
Medienwerkstatt Wien (AT), 2023